Seitlich streichen für weitere Aufgabenfelder <>
zurück

Qualifizierung zur Beraterin / zum Berater für die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase

Die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase gemäß § 132g SGB V ist ein freiwilliges Beratungsangebot, das Menschen prozessorientiert Unterstützung anbietet und Möglichkeiten aufzeigt, um ihre letzte Lebensphase selbstbestimmt mitgestalten zu können. Dabei sind der individuelle Wille und die Autonomie des Menschen handlungsleitend. Mögliche Themen der Beratung sind medizinisch-pflegerische, psychosoziale und seelsorgliche Aspekte in der letzten Lebensphase. Vollstationäre Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe nach § 43 SGB XI und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen nach § 75 Abs. 1 Satz SGB XII können ihren Bewohner/innen und den jeweiligen An- und Zugehörigen bzw. den gesetzlichen Betreuer/innen diese Beratungen anbieten. Gemäß der bundesweit geltenden Rahmenvereinbarungen nach § 132 g SGB V werden diese Beratungsleistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen finanziert. Die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase in stationären Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe basiert auf dem Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) und lehnt sich an das internationale Konzept des „Advance Care Planing“ (ACP) an.
Die Teilnehmenden lernen die Beraterrolle in der Versorgungsplanung. Dabei orientieren sie sich an den individuellen Wünschen, Bedürfnissen und Ressourcen der Betroffenen, An- und Zugehörigen bzw. der gesetzlichen Betreuer/innen. Sie führen das Gespräch strukturiert und empathisch. Sie bedenken die ethischen Implikationen und rechtlichen Rahmenbedingungen mit und machen auf mögliche palliativ- medizinische und palliativ-pflegerische Maßnahmen aufmerksam.

Inhalt
Beraterrolle im Kontext der Versorgungsplanung
= Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung (Konzept, Ziele, Auftrag)
= Bedeutung für das persönliche Rollenverständnis (Verantwortung, Aufgaben, Bilder von Beratung, Wertorientierung)

Beratungsgespräche gestalten I
= Grundverständnis und Grundfähigkeiten der Beratung (Empathie, Perspektivwechsel, Neutralität)
= Gesprächsphasen
= Gesprächstechniken und Intervention (Zuhören, fragen, verbalisieren)

Ethisch - rechtliche Kontextbedingungen in der Beratung mit thematisieren
= Möglichkeiten der Versorgungen
= Juristische Rahmen (Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht, Patientenverfügung)
= Sensibilität in Fragen der Einwilligungsfähigkeit bei der Beratung
= Selbstreflexion bezüglich eigener Werthaltung zu Leben, Sterben und schwererer Erkrankung

Möglichkeiten der medizinisch - pflegerischen Begleitung aufzeigen
= Vorstellung über medizinisch pflegerische Ablauf abfragen und informieren
= Ausmaß, Intensität, Grenzen medizinischer Interventionen erörtern
= Palliativ - medizinische und palliativ - pflegerische Maßnahmen erörtern

Beratungsgespräche gestalten II
= Barrierefreie Kommunikation
= Übungen mit Feedback
= Selbstreflexion zur Beratungskompetenz
= Eigenes Beratungsprofil wahrnehmen und stärken

Struktur
Die Weiterbildung verbindet die Theoriephasen stark mit den Praxisphasen zur Stärkung der Beraterrolle.
Teil 1
= Seminare: 24. - 26. Februar 2021, 21. - 23. April 2021
= Begleitende Beratungsgespräche durch einen Coach und eine Coachinggruppe

Nach Phase 1 erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebestätigung, die es Ihnen ermöglicht die begleiteten Beratungsprozesse mit den Krankenkassen abzurechnen.

Teil 2
Jeder Teilnehmer führt eigenverantwortlich 7 Beratungsprozesse durch. Diese werden dabei durch kollegialen Austausch in einer Coachinggruppe begleitet. Termine für die Coachinggruppe vereinbaren die Teilnehmenden mit den Begleitenden.

Die Teilnehmer erhalten nach vollständiger Teilnahme an den Theorie- und Praxisphase ein Zertifikat. Dieses dient zur Anerkennung als Beraterin/ Berater für die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase nach § 132 SGB V durch die Krankenkassen.

Zielgruppe:
Pflegekräfte, Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger, Heilpädagoginnen und -pädagogen, Erzieherinnen und Erzieher, Medizinerinnen und Mediziner, Pflege-, Gesundheits-, Erziehungs-, Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, sowie vergleichbare Qualifikationen

Arbeitsform:
Impulsvorträge, Fachdiskussionen, Rollenspiele, szenische Übungen, Einzelaufträge, praxisbezogenes reflexives Arbeiten, Coaching, kollegiale Beratung

Status: Plätze frei

Kursnr.: 211612

Beginn: Mi., 24.02.2021, 08:30 - 16:30 Uhr

Dauer: 6 Tag(e)

Kursort: Schloss Liebenau

Gebühr: 1600,00 € (inkl. MwSt.)


Datum
24.02.2021
Uhrzeit
08:30 - 16:30 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
25.02.2021
Uhrzeit
08:30 - 16:30 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
26.02.2021
Uhrzeit
08:30 - 16:30 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
21.04.2021
Uhrzeit
08:30 - 16:30 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
22.04.2021
Uhrzeit
08:30 - 16:30 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
23.04.2021
Uhrzeit
08:30 - 16:30 Uhr
Ort
Schloss Liebenau




Statuslegende
Anmeldung möglich
fast ausgebucht
Anmeldung auf Warteliste
Kurs abgeschlossen
Kurs ausgefallen
Keine Anmeldung möglich