FASD in der Praxis – Teilhabebedarfe erkennen und Unterstützung wirksam gestalten
Menschen mit Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) verfügen häufig über gute sprachliche Fähigkeiten und nicht selten über eine durchschnittliche oder sogar überdurchschnittliche Intelligenz. Gleichzeitig bestehen oftmals erhebliche Einschränkungen in der Selbststeuerung, Handlungsplanung, Alltagsbewältigung und sozialen Teilhabe. Gerade diese Diskrepanz erschwert es Fachkräften, Unterstützungsbedarfe zu erkennen, fachlich nachvollziehbar zu beschreiben und gegenüber Leistungsträgern sowie anderen Beteiligten zu begründen.
Der Vertiefungskurs setzt genau an dieser Stelle an. Aufbauend auf den Grundlagen der FASD vermittelt er, wie sich die Auswirkungen der vorgeburtlichen Hirnschädigung auf Aktivitäten und Teilhabe systematisch analysieren und daraus passgenaue Unterstützungsbedarfe ableiten lassen. Praxisnahe Fallarbeit und der Transfer in den beruflichen Alltag stehen dabei im Mittelpunkt.
Inhalt
= Auswirkungen der vorgeburtlichen Hirnschädigung auf Denken, Verhalten und Alltagsbewältigung vertiefen
= Zusammenhänge zwischen neurologischen Funktionseinschränkungen, Verhalten und Teilhabeeinschränkungen analysieren
= FASD als ,unsichtbare Behinderung‘ verstehen
= Teilhabeeinschränkungen und Unterstützungsbedarfe auf Grundlage der ICF beschreiben
= Unterstützungsbedarfe fachlich begründen und dokumentieren
= Praxisnahe Fallarbeit und Entwicklung konkreter Unterstützungsstrategien
Zielgruppe:
Mitarbeitende der Eingliederungs- und Jugendhilfe, Assistenzdienste, besondere Wohnformen, Fachdienste
Arbeitsform:
Fachliche Impulse, Gruppenarbeit, Fallanalysen sowie der Transfer auf eigene Praxisbeispiele der Teilnehmenden
Status: 
Kursnr.: 271116
Beginn: Mi., 07.07.2027, 09:00 - 16:30 Uhr
Dauer: 1 Tag
Kursort: Schloss Liebenau
Gebühr: 130,00 € (inkl. MwSt.)