Autismus bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung
Forschungen machen deutlich, dass etwa ein Viertel der Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung zusätzlich eine Störung aus dem autistischen Spektrum hat. Häufig wird die Störung nicht erkannt, Verhaltensauffälligkeiten werden falsch interpretiert und eine unspezifische psychopharmakologische Behandlung wird eingeleitet. Auch wenn Autismus-Spektrum-Störungen in den letzten Jahren deutlich ins öffentliche Bewusstsein gelangt sind, bestehen zum Teil noch erhebliche Unsicherheiten bezüglich der Diagnostik, des Aufbaus geeigneter Förder- und Betreuungsformen und der therapeutischen Unterstützung autistischer Menschen.
Mit dem Wissen über die Denk- und Wahrnehmungsbesonderheiten von Menschen mit Autismus können Verhaltensauffälligkeiten besser eingeordnet und die Begleitung autismusspezifischer ausgerichtet werden.
Das Ziel ist es, die Besonderheiten autistischen Denkens und Wahrnehmens aufzuzeigen und spezifische Verhaltensauffälligkeiten besser verständlich zu machen. Der Kurs befähigt Betreuungspersonal und Fachkräfte der Eingliederungshilfe Ideen zu entwickeln, wie der Alltag eines Menschen autismusspezifischer gestaltet werden kann.
Inhalt
= Was ist Autismus – Die Diagnose im Wandel
= Einblick in die psychiatrische Diagnostik der Autismus-Spektrum-Störung
= Vorstellung von Screeningmaterial
= Besonderheiten im Denken, Fühlen und Wahrnehmen
= Kommunikation, Interessen, Motorik
= Pädagogisch-therapeutische Interventionen (u.a. TEACCH)
= ,Theory of Mind‘-Modell und die Bedeutung
= Herausforderndes Verhalten bei Autismus-Spektrum-Störungen
Zielgruppe:
Mitarbeitende der Eingliederungshilfe
Arbeitsform:
PowerPoint-Vortrag (inkl. Handout); Gruppenarbeit, auch anhand von Fallbeispielen; aktive Diskussion mit den Teilnehmenden; Anwendung der DIBAS-R am Fallbeispiel
Status: 
Kursnr.: 271104
Beginn: Fr., 23.07.2027, 09:00 - 16:30 Uhr
Dauer: 1 Tag
Kursort: Web-Seminar
Gebühr: 140,00 € (inkl. MwSt.)