Sexualität und Selbstbestimmung von Menschen mit Lernschwierigkeiten
Schulen, Werkstätten und Wohnheime sind für viele Menschen mit Lernschwierigkeiten (sogenannten geistigen Behinderungen) wichtige Orte zum Leben, Lernen und Arbeiten. Dort entstehen auch Liebesbeziehungen und sexuelle Wünsche werden zum Ausdruck gebracht. Das Ausleben von Sexualität gerät dabei nicht selten in Konflikt mit Regeln innerhalb der Einrichtungen oder auch den Schamgrenzen anderer Menschen.
Gleichzeitig fehlt vielen Menschen mit Lernschwierigkeiten eine ausreichende Aufklärung über ihren Körper und ihre Sexualität. Dadurch und durch die Abhängigkeit von pflegerischer und lebenspraktischer Assistenz besteht für die Zielgruppe ein erhöhtes Risiko, sexualisierte Gewalt zu erleben.
In der Fortbildung beschäftigen wir uns deshalb mit den Themen Sexualität, sexuelle Selbstbestimmung und sexualisierte Gewalt.
Inhalt
= Psychosexuelle Entwicklung und behinderungsspezifische Aspekte
= Reflexion der eigenen professionellen Einstellung und der Einstellung der Einrichtung zu Behinderung und Sexualität
= Erarbeitung und Festigung eines professionellen Umgangs mit praxisnahen Themen wie z.B. Partnerschaft, Verhütung, Selbstbefriedigung oder Sexualaufklärung
= Nähe und Distanz im Arbeitsalltag
= Rechtliche Aspekte (z.B. Aufsichtspflicht, Mitbestimmungsspielraum gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer)
= Prävention sexualisierter Gewalt
Zielgruppe:
Mitarbeitende der Eingliederungshilfe, die Menschen mit Lernschwierigkeiten im pädagogischen, betreuenden oder assistierenden Kontext begleiten.
Arbeitsform:
Interdisziplinärer Erfahrungsaustausch und Diskussion, Fallarbeit, Methoden der sexuellen Bildung, Impulsvorträge mit anschließender Diskussion, mediengestützte Annäherung an spezifische Themen
Status: 
Kursnr.: 271227
Beginn: Mi., 07.07.2027, 09:00 - 16:30 Uhr
Dauer: 2 Tage
Kursort: Schloss Liebenau
Gebühr: 350,00 € (inkl. MwSt.)