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Sozialraumorientierte Assistenz 2019/2020

Die sukzessive Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes führt in den kommenden Jahren zu einer Neuausrichtung des Systems Eingliederungshilfe. Einrichtungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung haben künftig für personenzentrierte und auf den Sozialraum ausgerichtete Dienstleistungen zu sorgen. Um passgenaue Leistungen zu erbringen und sozialräumliche Hilfestrukturen und Netzwerke aufzubauen, sind Unterstützungsbedarfe mit der ICF sowie nutzbare natürliche Ressourcen im sozialen Umfeld der Betroffenen zu ermitteln.
Die ICF (als künftige Grundlage der Bedarfsermittlung) markiert ebenfalls einen Paradigmenwechsel weg von einer diagnose- und defizitorientierten Sicht hin zu einer umfassenden Betrachtung des ganzen Menschen in seiner Lebenswelt. Die ICF begreift Behinderung als Teilhabeeinschränkung, die das negative Ergebnis der Wechselwirkung zwischen einer Person mit einem Gesundheitsproblem und ihren Kontextfaktoren (Lebenswelt) darstellt. Das Fachkonzept der Sozialraumorientierung richtet den Blick auf wesentliche Aspekte gelingender Inklusion: Die konsequente Orientierung an den Interessen und am Willen der unterstützten Person sowie die Unterstützung von Eigeninitiative und Selbsthilfe im lokalen Lebensumfeld. Damit wird die Lebensqualität der begleitenden Menschen gestärkt. Die Teilnehmenden lernen das Fachkonzept der Sozialraumorientierung kennen und erfahren, was unter fallunspezifischer und fallspezifischer Arbeit zu verstehen ist. Sie erlernen Strategien zur Sozialraumerkundung und Netzwerkarbeit und entdecken die Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements. Sie können Methoden zur Erkundung von Ressourcen erproben und am konkreten Beispiel erfahren, wie personenzentrierte Hilfeplanung stattfinden kann. Die Teilnehmenden üben sich in einer respektvollen Haltung vor der Vielfalt der Lebensentwürfe und lernen vernetzt und ressourcenorientiert zu denken und zu handeln

Informationstag
Inhalt
= Kennenlernen
= Konzeptvorstellung
= Erwartungsklärung

Sozialraumorientierung
Inhalt
= Einführung in die Sozialraumorientierung: Haltungen und Handlungsprinzipien einüben
= Sozialraum einer Gemeinde: Ressourcen in der Lebenswelt entdecken
= Inklusion als Leitidee: Zukunftsbild, Ressourcen und Herausforderungen im eigenen Handlungsfeld

Personenorientierte Hilfen entwickeln - Ressourcen in der Lebenswelt der Betroffenen erkunden
Inhalt
= Orientierung an den persönlichen Interessen und Bedürfnissen
= Ressourcenorientierte Sichtweise und Arbeit mit den Stärken
= Personen in ihren natürlichen Ressourcen im Umfeld erfassen
= Integrierte Teilhabeplanung auf der Basis der ICF
= Individuelle Hilfe-Mix gestalten: Individuelle, sozialräumliche und professionelle Ressourcen zusammenführen

Kooperation im Wohn- und Nahraum gestalten
Inhalt
= Netzwerke im Kontext von Inklusion, Teilhabe und Lebensqualität
= Netzwerkarbeit im Unterschied zur Arbeit in der Organisation
= Netzwerkarbeit: Was ist das und wie funktioniert sie?
= Ansatzpunkte, Netzwerke für Adressaten in ihrem Sozialraum aufzubauen

Sozialraum erkunden und mit lokalen Akteuren kooperieren
Inhalt
= Die Lebenswelt mit den Menschen mit Behinderung erkunden
= Mit der Gemeinde kooperieren: Gespräch mit dem Bürgermeister und Behindertenbeauftragten
= Lokale Akteure (Vereine, Soziale Dienste, Wirtschaftsunternehmen, Kirchengemeinde) gewinnen und mit ihnen zusammenarbeiten

Zwischen den vier Modulen finden drei eintägige Praxisberatungstreffen in Kleingruppen statt. Diese sind selbst organisiert, finden an den Praxisorten der Teilnehmenden statt und werden von einer Beraterin oder Berater begleitet. Grundlage sind die Transferaufgabe pro Modul und die Fallbeispiele der Teilnehmenden.

Zielgruppe:
Mitarbeitende in gemeindenahen und lebensweltorientierten Tätigkeitsfeldern

Arbeitsform:
Theoretische Impulse und die Vorstellungen von Methoden werden verknüpft mit Übungen, die eine Selbsterfahrung der Methoden ermöglichen.
Über Transferaufgaben, Fallarbeit und Selbstreflexion wird das eigene Rollenverständnis und die Umsetzung in das jeweilige Arbeitsfeld thematisiert.

Status: Anmeldung möglich

Kursnr.: 191403

Beginn: Fr., 11.10.2019, 09:00 - 17:00 Uhr

Dauer: 13 Tag(e)

Kursort: Schloss Liebenau

Gebühr: 1700,00 € (inkl. MwSt.)
Das Modul IV findet im Haus Regina Pacis in Leutkirch statt. Die Kosten für Übernachtung / Vollpension von etwa 199 € werden direkt mit dem Bildungshaus abgerechnet.


Datum
11.10.2019
Uhrzeit
09:00 - 12:30 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
04.12.2019
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
05.12.2019
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
06.12.2019
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
03.02.2020
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
04.02.2020
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
05.02.2020
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
30.06.2020
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
01.07.2020
Uhrzeit
08:30 - 16:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
02.07.2020
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Schloss Liebenau
Datum
29.09.2020
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Haus Regina Pacis, Leutkirch
Datum
30.09.2020
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Haus Regina Pacis, Leutkirch
Datum
01.10.2020
Uhrzeit
09:00 - 17:00 Uhr
Ort
Haus Regina Pacis, Leutkirch




Statuslegende
Anmeldung möglich
fast ausgebucht
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Kurs abgeschlossen
Kurs ausgefallen
Keine Anmeldung möglich